Scan

Bild zu FEN: FEN verstehen, prüfen und aus einem Bild erstellen

Für iPhone, iPad, Mac und Android. Ohne Konto.

FEN-Betrachter

Gültige Stellung

Figurenstellungr1bqkb1r/pppp1ppp/2n2n2/4p2Q/2B1P3/8/PPPP1PPP/RNB1K1NR
Seite am ZugWeiß
RochaderechteKQkq
En passantkeine
Halbzugzähler4
Zugnummer4

Aus einem Foto oder Screenshot eine FEN machen kann die ChessWOW-App, direkt auf deinem Gerät.

Ein FEN ist eine einzige Textzeile, die eine Schachstellung vollständig beschreibt. Füge oben ein FEN ein, und du siehst das Brett, erfährst, ob die Stellung gültig ist, und kannst sie weitergeben. Darunter erklären wir FEN Feld für Feld, zeigen, wie aus einem Bild ein FEN wird und was ein Bild grundsätzlich nicht verraten kann, und wie du ein FEN aus Foto, Screenshot oder Buchdiagramm mit der App ChessWOW erstellst.

FEN im Schach erklärt

FEN steht für Forsyth-Edwards-Notation. Sie geht auf ein System des schottischen Journalisten David Forsyth aus dem 19. Jahrhundert zurück und wurde von Steven J. Edwards für Schachprogramme erweitert. Fast jede Schachsoftware, jede Schachseite und jede Engine liest und schreibt FEN. Ein FEN besteht aus sechs Feldern, getrennt durch Leerzeichen. So sieht die Grundstellung aus:

rnbqkbnr/pppppppp/8/8/8/8/PPPPPPPP/RNBQKBNR w KQkq - 0 1
FeldBeispielBedeutung
1. Figurenstellungrnbqkbnr/.../RNBQKBNRWo jede Figur steht, beginnend mit Reihe 8
2. Seite am Zugww für Weiß, b für Schwarz
3. RochaderechteKQkqWelche Rochaden noch erlaubt sind, Bindestrich wenn keine
4. En-passant-Feld-Das Feld, das ein Bauer gerade übersprungen hat, sonst Bindestrich
5. Halbzugzähler0Züge seit dem letzten Schlagen oder Bauernzug (50-Züge-Regel)
6. Zugnummer1Beginnt bei 1, steigt nach jedem Zug von Schwarz

Wichtig für deutsche Schachspieler: FEN verwendet immer die englischen Figurenbuchstaben, auch wenn deine Partienotation deutsch ist. K ist der König, Q (queen) die Dame, R (rook) der Turm, B (bishop) der Läufer, N (knight) der Springer, P (pawn) der Bauer. Großbuchstaben sind weiße Figuren, Kleinbuchstaben schwarze. Bei den Rochaderechten steht K für die kurze und Q für die lange Rochade von Weiß, k und q für Schwarz.

Ein FEN lesen, Schritt für Schritt

Das erste Feld beschreibt das Brett Reihe für Reihe, von Reihe 8 (Seite von Schwarz) bis Reihe 1 (Seite von Weiß). Innerhalb einer Reihe liest du von der a-Linie zur h-Linie. Ein Buchstabe ist eine Figur, eine Ziffer steht für so viele leere Felder nebeneinander, ein Schrägstrich beendet die Reihe. Nach 1.e4 c5 2.Sf3 (Sizilianisch) lautet das FEN:

rnbqkbnr/pp1ppppp/8/2p5/4P3/5N2/PPPP1PPP/RNBQKB1R b KQkq - 1 2
  • rnbqkbnr: Reihe 8, alle schwarzen Figuren stehen noch auf ihren Ausgangsfeldern.
  • pp1ppppp: Reihe 7, Bauern auf a7 und b7, c7 leer, Bauern auf d7 bis h7.
  • 8: Reihe 6 ist leer.
  • 2p5: Reihe 5, zwei leere Felder, ein schwarzer Bauer auf c5, fünf leere Felder.
  • 4P3: Reihe 4, ein weißer Bauer auf e4.
  • 5N2: Reihe 3, ein weißer Springer auf f3. Das N steht für den Springer.
  • PPPP1PPP und RNBQKB1R: Reihen 2 und 1, e2 und g1 sind leer.
  • b KQkq - 1 2: Schwarz am Zug, alle vier Rochaderechte, kein En-passant-Feld, ein Halbzug seit dem letzten Bauernzug (2.Sf3), zweiter Zug.
Die Stellung nach 1.e4 c5 2.Sf3, Schwarz am Zug. Jede Reihe im FEN ergibt zusammen acht Felder.Diese Stellung gegen Stockfish spielen

Die schnellste Kontrolle für jedes FEN: Jede Reihe muss genau acht Felder ergeben, und es muss genau acht Reihen geben.

Was ein Bild nicht wissen kann

Ein Bild liefert nur das erste Feld, also wo die Figuren stehen. Die übrigen fünf Felder beschreiben die Vorgeschichte der Partie, und die steht in keinem Bild. Das ist keine Kleinigkeit, denn dasselbe Bild kann für die eine oder die andere Seite gewonnen sein:

Ist Weiß am Zug, setzt Txd8# matt. Ist Schwarz am Zug, gewinnt Schwarz mit Txd1#. Das Bild ist in beiden Fällen dasselbe: ein Grundreihenmatt für den, der zieht.Diese Stellung gegen Stockfish spielen
  • Seite am Zug. Die legst du fest. In Büchern steht sie meist unter dem Diagramm, etwa „Weiß zieht“.
  • Rochaderechte. König und Turm auf ihren Ausgangsfeldern können vorher schon gezogen haben. Aktiviere die Rochade nur, wenn du sicher weißt, dass nicht.
  • En passant. War der letzte Zug ein Doppelschritt eines Bauern, kommt das übersprungene Feld in Feld 4. Bei rnbqkbnr/ppp2ppp/4p3/3pP3/8/8/PPPP1PPP/RNBQKBNR w KQkq d6 0 3 (nach 1.e4 e6 2.e5 d5, Französisch) kann Weiß exd6 en passant schlagen. Der ursprüngliche Standard schreibt das Feld nach jedem Doppelschritt, viele Programme nur dann, wenn wirklich geschlagen werden kann. Beides lesen die meisten Programme.
  • Halbzugzähler und Zugnummer. Sie spielen nur für die 50-Züge-Regel und die Anzeige eine Rolle. Kennst du sie nicht, nimm 0 1.

So funktioniert Bild zu FEN

Ein FEN aus einem Bild zu gewinnen ist eine Aufgabe der Mustererkennung. Erkennungsprogramme gehen in der Regel so vor:

  1. Brett finden. Das Programm sucht die vier Ecken des Bretts. Auf einem Foto liegt das Brett oft schräg oder perspektivisch verzerrt, also wird das Bild zu einem Quadrat entzerrt.
  2. Felder einteilen. Das Quadrat wird in ein Raster aus 8 mal 8, also 64 Feldern geschnitten.
  3. Figuren erkennen. Für jedes Feld entscheidet das Programm zwischen 13 Möglichkeiten: leer oder eine der sechs Figurenarten in Weiß oder Schwarz.
  4. Ausrichtung bestimmen. Wer unten sitzt, ergibt sich aus dem Bild. Koordinaten am Brettrand helfen; fehlen sie, kann ein Brett aus Sicht von Schwarz gespiegelt herauskommen.
  5. FEN zusammensetzen. Aus den 64 Ergebnissen entsteht die Figurenstellung. Seite am Zug, Rochaderechte und En-passant-Feld kommen von dir.

Fehler entstehen meist in Schritt 3. In kleinen Bildern sehen Läufer und Bauern einander ähnlich, ungewöhnliche Figurensätze oder Farben stören die Erkennung, und Pfeile oder markierte Felder können eine Figur verdecken. Darum sollte ein Erkennungsprogramm zeigen, bei welchen Feldern es unsicher ist, und darum lohnt sich immer der Vergleich mit dem Original.

Tipps für ein gutes Bild

  • Alle 64 Felder zeigen. Schneide nicht ins Brett hinein. Browserleisten oder Chatblasen drumherum darfst du wegschneiden.
  • Lieber Screenshot als Foto vom Bildschirm. Ein Screenshot eines 2D-Bretts ist gerade und scharf. Ein abfotografierter Bildschirm bringt Spiegelungen und Moiré-Muster mit.
  • Bücher von oben fotografieren. Halte die Kamera parallel zur Seite, vermeide den Schatten deiner Hand und drück die Seite flach.
  • Markierungen weglassen. Pfeile, farbige Felder und die Hervorhebung des letzten Zugs können Figuren verdecken.
  • Größer ist besser. Öffne ein Vorschaubild erst in voller Größe, bevor du es aufnimmst. Mehr Pixel pro Feld heißt weniger Verwechslungen.
  • Zugrecht notieren. Merk dir, wer am Zug ist, oder lies es aus der Bildunterschrift ab. Du brauchst es gleich.

FEN prüfen: typische Fehler

Füge ein FEN oben in den Betrachter ein, und er prüft die Stellung. Diese Fehler kommen am häufigsten vor, bei getippten und bei erkannten FENs:

  • Eine Reihe ergibt nicht acht. pp1pppp hat nur sieben Felder. Zähl Buchstaben und Ziffern jeder Reihe zusammen.
  • Brett verkehrt herum. Das FEN beginnt mit Reihe 1 statt mit Reihe 8. Typisches Zeichen: weiße Bauern auf Reihe 7 in einer Eröffnungsstellung.
  • Farben vertauscht. Groß- und Kleinbuchstaben verwechselt, Weiß und Schwarz tauschen die Plätze.
  • Könige. Jede Seite braucht genau einen König, und die Seite, die nicht am Zug ist, darf nicht im Schach stehen.
  • Bauern auf der Grundreihe. Ein Bauer auf Reihe 1 oder 8 ist unmöglich, er hätte umgewandelt.
  • Unmögliche Rochaderechte. K verlangt einen weißen König auf e1 und einen weißen Turm auf h1. Steht einer woanders, muss das Recht weg.
  • Falsches En-passant-Feld. Ist Weiß am Zug, liegt es auf Reihe 6, ist Schwarz am Zug, auf Reihe 3, direkt hinter einem Bauern, der gerade zwei Felder gezogen hat.
  • Zu viele Figuren. Mehr als acht Bauern einer Seite oder mehr Figuren, als durch Umwandlung möglich sind, deuten auf ein falsch gelesenes Feld.

FEN aus Bild erstellen mit der App

Der Betrachter auf dieser Seite arbeitet mit Text. Um aus einem Bild ein FEN zu machen, nutzt du die App ChessWOW auf iPhone, iPad, Mac oder Android:

  1. Schritt 1

    Bild wählen. Tippe auf „Stellung scannen“ und mach ein Foto, wähle einen Screenshot aus der Mediathek, füge ein kopiertes Bild ein oder fotografiere ein Diagramm im Buch.

  2. Schritt 2

    Ecken prüfen. Die App findet das Brett. Sitzt eine Ecke nicht, zieh die Eckmarkierung an die richtige Stelle. Dreh das Foto bei Bedarf in 90-Grad-Schritten oder dreh das Brett.

  3. Schritt 3

    Brett korrigieren. Felder, bei denen die Erkennung unsicher ist, sind markiert. Tippe ein Feld an, um eine Figur zu ändern oder zu entfernen.

  4. Schritt 4

    Details festlegen. Wähle, wer am Zug ist, und bestätige Rochade und en passant nur, wenn du weißt, dass sie gelten.

  5. Schritt 5

    Stellung nutzen. Analysiere sie mit Stockfish 19, spiel sie aus oder kopiere sie als FEN und füge sie woanders ein.

Mehr zu einzelnen Quellen: Schach-Screenshot analysieren und Schachdiagramm scannen. Hast du gar kein Bild, setzt du die Stellung im Brett-Editor Feld für Feld zusammen. Der läuft auch im Browser und gibt dir am Ende das FEN.

Gut zu wissen

Fragen und Antworten

Wofür steht FEN?

Für Forsyth-Edwards-Notation. Sie beschreibt eine Schachstellung in einer Textzeile mit sechs Feldern.

Kann ich auf dieser Seite ein Bild in FEN umwandeln?

Nein. Der Betrachter hier liest und prüft FEN-Text. Die Bilderkennung steckt in der App ChessWOW für iPhone, iPad, Mac und Android.

Warum stehen im FEN englische Buchstaben?

FEN ist ein internationaler Standard und verwendet immer K, Q, R, B, N und P. Deutsche Programme zeigen die Züge trotzdem mit K, D, T, L und S an.

Warum muss ich nach dem Scan festlegen, wer am Zug ist?

Ein Bild zeigt das nicht, und der beste Zug hängt davon ab. Dasselbe gilt für Rochaderechte und en passant.

Was ist der Unterschied zwischen FEN und PGN?

FEN beschreibt eine einzelne Stellung. PGN beschreibt eine ganze Partie Zug für Zug, mit Angaben wie Spielern und Ergebnis.

Warum ist mein FEN ungültig?

Meist ergibt eine Reihe nicht acht Felder, ein König fehlt, oder es sind Rochaderechte für einen König oder Turm gesetzt, der nicht auf seinem Ausgangsfeld steht.

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